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Ratgeber · Botox

20 Fragen zu Botox

Kurz gesagtBotox ist ein Markenname, umgangssprachlich steht das Wort für Präparate mit dem Wirkstoff Botulinumtoxin. Der Wirkstoff entspannt gezielt einzelne Mimikmuskeln, wirkt nach 2 bis 4 Tagen, hält meist 3 bis 6 Monate und darf in Deutschland nur von Ärztinnen und Ärzten gespritzt werden. Hier finden Sie die 20 häufigsten Fragen kurz beantwortet.

Was Botox ist und wie es wirkt

Was bedeutet der Begriff Botox? Botox ist ein geschützter Markenname des Herstellers Allergan (heute AbbVie). Umgangssprachlich steht das Wort für alle Präparate mit dem Wirkstoff Botulinumtoxin Typ A, also auch für Präparate anderer Hersteller. Fachlich korrekt heißt es Botulinumtoxin-Behandlung.

Was ist Botox? Botulinumtoxin ist ein Eiweiß, das vom Bakterium Clostridium botulinum gebildet wird. Für die Medizin wird es hochgereinigt, standardisiert und in sehr kleinen Mengen als verschreibungspflichtiges Arzneimittel eingesetzt. Von den sieben bekannten Typen A bis G wird in der ästhetischen Medizin ausschließlich Typ A verwendet.

Wer gilt als Entdecker des Botulinumtoxins? Der schwäbische Arzt Justinus Kerner beschrieb um 1820 als Erster die muskelentspannende Wirkung und vermutete schon damals einen medizinischen Nutzen. Der Name leitet sich vom lateinischen „botulus“ (Wurst) ab. Als Arzneimittel ist Botulinumtoxin seit den 1980er Jahren im Einsatz, zunächst bei Schielen und Lidkrämpfen.

Wie wirkt Botox? Botulinumtoxin blockiert vorübergehend die Freisetzung des Botenstoffs Acetylcholin am Übergang zwischen Nerv und Muskel. Der behandelte Muskel zieht sich dadurch weniger stark zusammen, die Haut darüber glättet sich. Die Wirkung bleibt im Wesentlichen auf den gespritzten Muskel begrenzt und baut sich nach einigen Monaten von selbst wieder ab.

Sicherheit und Zulassung

Ist Botox gefährlich für den Körper? In den Dosierungen der ästhetischen Medizin gilt Botulinumtoxin bei fachgerechter Anwendung als gut verträglich. Eine Zornesfalte braucht etwa 10 bis 20 Einheiten, in der Neurologie werden bei bestimmten Erkrankungen deutlich höhere Dosen eingesetzt. Der Wirkstoff bleibt weitgehend im behandelten Muskel und wird vollständig abgebaut. Entscheidend sind Dosis, Injektionsort und Erfahrung der behandelnden Ärztin.

Wer darf in Deutschland Behandlungen mit Botox vornehmen? Nur approbierte Ärztinnen und Ärzte. Botulinumtoxin ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, die Injektion gilt als Ausübung der Heilkunde. Kosmetikstudios dürfen es nicht anwenden. Magdalena Peters ist Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie mit Zusatzbezeichnung Diabetologie, seit 2019 auf minimalinvasive ästhetische Medizin spezialisiert und DGBT-zertifiziert. Von der ersten Beratung über die Behandlung bis zur Nachkontrolle betreut sie persönlich, ohne Delegation.

Wofür Botox eingesetzt wird

Welche Anwendungsgebiete gibt es für Botox? Am bekanntesten ist die Behandlung mimischer Falten an Stirn, Zornesfalte und Krähenfüßen. Daneben wird Botulinumtoxin bei übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrose), bei Zähneknirschen (Bruxismus) und an Augenbrauen, Mundwinkeln oder Kinn eingesetzt. In der Neurologie ist es etabliert, etwa bei chronischer Migräne oder Spastik. Nicht jede ästhetische Anwendung ist für das jeweilige Präparat offiziell zugelassen. Über einen solchen Off-Label-Einsatz klärt Magdalena Peters vor der Behandlung gesondert auf.

Für welche Art von Falten eignet sich Botox? Für mimische Falten, die durch wiederkehrende Muskelbewegung entstehen: Stirnrunzeln, Zusammenziehen der Brauen, Lachen. Falten, die auch im entspannten Gesicht durch Volumenverlust oder Hauterschlaffung sichtbar sind, sprechen auf Botulinumtoxin kaum an. Dafür kommt eher Hyaluronsäure infrage. Welche Methode passt, zeigt die Analyse der Mimik im Beratungsgespräch.

Ablauf, Wirkungseintritt und Haltbarkeit

Wie läuft eine Botox-Behandlung ab? Nach Beratung und Aufklärung schaut sich Magdalena Peters Ihre Mimik in Bewegung an und legt die Injektionspunkte fest. Die Haut wird desinfiziert, dann wird der Wirkstoff mit einer sehr feinen Nadel in den Muskel gespritzt. Die Behandlung selbst dauert meist 10 bis 20 Minuten, der Termin mit Beratung etwa 30 Minuten.

Wann sieht man erste Resultate nach einer Botox-Behandlung? Erste Veränderungen zeigen sich in der Regel nach 2 bis 4 Tagen. Das volle Ergebnis ist nach 10 bis 14 Tagen erreicht. Vor einem wichtigen Anlass planen Sie den Termin am besten etwa drei Wochen vorher, damit eine mögliche Nachdosierung noch Zeit hat.

Wie lange hält der Effekt der Behandlung mit Botox an? Meist 3 bis 6 Monate. Danach nimmt die Muskelaktivität langsam wieder zu, die Wirkung endet also nicht abrupt. Bei Masseter und Hyperhidrose hält der Effekt oft 4 bis 9 Monate. Wie lange es bei Ihnen hält, hängt von Muskelkraft, Dosis, Stoffwechsel und Zone ab.

Kann man Behandlungsspuren nach der Behandlung mit Botox sehen? Meist nur kurz. Kleine Rötungen oder Quaddeln an den Einstichstellen verschwinden meist innerhalb weniger Stunden. Gelegentlich entsteht ein kleiner Bluterguss, der sich abdecken lässt. Eine Ausfallzeit gibt es in der Regel nicht.

Verhalten nach der Behandlung

Was muss nach der Behandlung mit Botox beachtet werden? Am Behandlungstag verzichten Sie auf Sport, Sauna, Solarium und Alkohol und massieren oder reiben die behandelten Stellen nicht. Das soll verhindern, dass sich der Wirkstoff in benachbarte Muskeln verteilt. Ab dem nächsten Tag ist Ihr Alltag wieder normal möglich, auf Gesichtsmassagen und starke Wärme verzichten Sie besser noch einige Tage.

Darf man sich nach einer Behandlung mit Botox schminken? Ja, am besten nach etwa 4 Stunden, wenn die Einstichstellen geschlossen sind. Tragen Sie Make-up in den ersten Stunden ohne Druck auf, also tupfen statt reiben. Auch beim Abschminken am Abend gilt: sanft und ohne kräftiges Massieren der behandelten Zonen.

Kann man sich nach der Behandlung mit Botox hinlegen? In den ersten 4 Stunden sollten Sie aufrecht bleiben, also nicht hinlegen und den Kopf nicht lange nach vorn beugen. Der Wirkstoff bleibt so dort, wo er gespritzt wurde. Danach dürfen Sie normal schlafen, auch auf der Seite oder auf dem Bauch.

Nebenwirkungen und Ausschlusskriterien

Sind Nebenwirkungen von Botox bekannt? Ja, meist leichte und vorübergehende: Rötung, Schwellung, kleine Blutergüsse, gelegentlich Kopfschmerzen in den ersten Tagen. Selten kommt es zu einer Asymmetrie oder einem abgesenkten Augenlid, wenn Wirkstoff in einen Nachbarmuskel gelangt. Das bildet sich mit dem Abbau des Wirkstoffs in der Regel innerhalb einiger Wochen zurück. Sorgfältige Injektionstechnik und zurückhaltende Dosierung senken dieses Risiko.

Gibt es Ausschlusskriterien für eine Behandlung mit Botox? Ja. Nicht behandelt wird in Schwangerschaft und Stillzeit, bei neuromuskulären Erkrankungen wie Myasthenia gravis oder dem Lambert-Eaton-Syndrom, bei akuten Infektionen im Behandlungsgebiet und bei bekannter Allergie gegen Bestandteile des Präparats. Bestimmte Antibiotika und Blutverdünner werden vorher individuell abgeklärt. Minderjährige werden ästhetisch nicht behandelt.

Natürlichkeit, Alter und Wiederholung

Sieht man nach Botox unnatürlich aus? In der Regel nicht, wenn Dosis und Injektionspunkte zur Mimik passen. Ein starrer Ausdruck entsteht durch zu viel Wirkstoff an zu vielen Stellen. Magdalena Peters dosiert bewusst zurückhaltend, damit Ausdruck und Lachen erhalten bleiben, und legt bei der Kontrolle nach etwa 14 Tagen nach, falls nötig. Das Ziel ist ein entspannter, ausgeruhter Ausdruck, kein anderes Gesicht.

Ab welchem Alter ist Botox sinnvoll? Ein pauschales Alter gibt es nicht. Entscheidend ist, ob mimische Falten stören oder sich einzugraben beginnen. Manche Patientinnen kommen mit Anfang 30, um beginnenden Falten vorzubeugen, andere mit 50 wegen deutlicher Stirn- oder Zornesfalten. Beides kann sinnvoll sein.

Wie kann die Effektivität einer Behandlung mit Botox gesteigert werden? Vor allem durch regelmäßige Behandlung im passenden Abstand. Wer die Muskeln über längere Zeit entspannt hält, braucht manchmal weniger Einheiten, und die Wirkung kann länger anhalten. Sicher vorhersagen lässt sich das nicht. Kürzere Abstände als etwa drei Monate sind nicht sinnvoll. Die Kontrolle nach zwei Wochen hilft, die Dosis für die nächste Behandlung genau abzustimmen. Mehr dazu: Wie oft darf man sich mit Botox behandeln lassen?

Fachlich verantwortlich: Magdalena Peters, Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie. Medizinische Prüfung dieser Seite vor Veröffentlichung. Diese Informationen ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch.
FAQ

Häufige Fragen

Wie wirkt Botox?

Botulinumtoxin unterbricht vorübergehend die Signalübertragung vom Nerv zum Muskel. Der Muskel entspannt sich, die mimische Falte darüber wird flacher. Die Wirkung betrifft nur den gespritzten Muskel, das Gefühl in der Haut bleibt erhalten. Nach einigen Monaten baut der Körper den Wirkstoff ab.

Wann sieht man erste Resultate nach einer Botox-Behandlung?

Erste Veränderungen zeigen sich meist nach 2 bis 4 Tagen, das volle Ergebnis nach 10 bis 14 Tagen. Deshalb findet die Nachkontrolle etwa zwei Wochen nach der Behandlung statt. Erst dann lässt sich beurteilen, ob die Dosis passt oder eine kleine Nachdosierung sinnvoll ist.

Wie lange hält Botox?

Bei mimischen Falten in der Regel 3 bis 6 Monate, bei Masseter und Hyperhidrose oft 4 bis 9 Monate. Die Wirkung lässt langsam nach, das Gesicht wird nicht plötzlich wieder faltig. Bei regelmäßiger Behandlung kann das Ergebnis länger halten, weil der Muskel weniger trainiert wird. Das ist individuell verschieden.

Ist Botox gefährlich?

In der ästhetischen Medizin wird Botulinumtoxin in sehr kleinen, standardisierten Mengen eingesetzt und gilt bei fachgerechter Anwendung als gut verträglich. Nebenwirkungen sind meist leicht und vorübergehend. Wichtig sind die ärztliche Abklärung von Gegenanzeigen, eine passende Dosis und ein genauer Injektionsort.

Was muss ich nach der Botox-Behandlung beachten?

Am Behandlungstag 4 Stunden nicht hinlegen, die behandelten Stellen nicht massieren und auf Sport, Sauna und Alkohol verzichten. Make-up ist nach etwa 4 Stunden möglich, wenn es ohne Druck aufgetragen wird. Ab dem nächsten Tag können Sie Ihren Alltag wie gewohnt weiterführen.

Wer darf Botox spritzen?

In Deutschland ausschließlich approbierte Ärztinnen und Ärzte, weil Botulinumtoxin ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel ist und die Injektion als Heilkunde gilt. Kosmetikstudios dürfen es nicht anwenden. In der Praxis von Magdalena Peters behandelt die Fachärztin selbst, von der Beratung bis zur Nachkontrolle.

In der Praxis

Botox in Mönchengladbach

Sie haben eine Frage, die hier nicht beantwortet ist? Magdalena Peters schaut sich Ihre Mimik an und sagt Ihnen offen, ob und wo Botox bei Ihnen sinnvoll ist. Zur Orientierung: eine Zone ab ca. 100 €, drei Zonen 380 bis 450 €.

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